Webseite und App aus einer Hand
14 September 2026

Website-Check: Diese Punkte solltest du vor jederVeröffentlichung prüfen

Eine Website kann auf den ersten Blick fertig aussehen und

trotzdem noch kleine Fehler enthalten: Ein Button führt ins Leere, das

Kontaktformular verschickt keine Nachricht oder die wichtigste Überschrift wird

auf dem Smartphone abgeschnitten. Solche Fehler sind besonders ärgerlich, weil

sie häufig erst auffallen, wenn die ersten Besucher bereits auf der Seite

waren.

Deshalb gehört vor jede Veröffentlichung ein fester

Website-Check. Das gilt nicht nur vor dem ersten Start einer neuen Website.

Auch nach größeren Änderungen, neuen Unterseiten, einem neuen Formular oder

einer Werbekampagne lohnt sich ein kurzer Kontrolllauf.

Dabei können künstliche Intelligenz und automatische

Prüfprogramme viel Arbeit abnehmen. Sie ersetzen aber nicht den Menschen, der

die Website tatsächlich benutzt. Am zuverlässigsten ist deshalb die

Kombination: automatisch prüfen, manuell

testen und anschließend noch einmal mit den Augen eines Besuchers durch die

Seite gehen.


1. Wirkt die Website als Ganzes professionell?


Beginne nicht sofort mit einzelnen Tippfehlern. Betrachte

zunächst die gesamte Seite: Wirkt sie ruhig, übersichtlich und wie aus einem

Guss? Versteht ein neuer Besucher innerhalb weniger Sekunden, worum es geht,

für wen das Angebot gedacht ist und was er als Nächstes tun soll?

Prüfe dabei insbesondere:

 

Sind Farben, Schriften, Buttons und Abstände

einheitlich?

·     

Gibt es eine klare visuelle Hierarchie aus

Überschrift, Erklärung und Handlungsaufforderung?

·     

Sind Texte gut lesbar und Zeilen nicht unnötig

lang?

·     

Sind Bilder hochwertig, richtig zugeschnitten

und nicht verzerrt?

·     

Gibt es genügend Weißraum oder wirkt die Seite

überladen?

·     

Sind wichtige Buttons deutlich erkennbar und

sinnvoll beschriftet?


Was kann KI?

Eine KI kann Screenshots oder Seiteninhalte vergleichen, uneinheitliche

Formulierungen erkennen und Hinweise zur Hierarchie, Lesbarkeit oder

Nutzerführung geben. Sie kann auch Alternativen für Überschriften und

Buttontexte vorschlagen.

Was bleibt manuell?

Ob die Seite wirklich vertrauenswürdig wirkt und zur Zielgruppe passt, ist eine

menschliche Beurteilung. Öffne sie nach Möglichkeit außerdem auf einem anderen

Bildschirm oder bitte eine unbeteiligte Person um einen ersten Eindruck. Wer

wochenlang an einer Seite gearbeitet hat, übersieht Vertrautes besonders

leicht.


2. Funktioniert die mobile Ansicht wirklich?


Eine verkleinerte Vorschau im Editor ist hilfreich, aber

kein vollständiger Test. Google verwendet für die Indexierung grundsätzlich die

mobile Version einer Website. Noch wichtiger: Viele Interessenten sehen eine

lokale Unternehmenswebsite zuerst auf dem Smartphone.

Kontrolliere die Website deshalb auf einem echten Smartphone

und möglichst zusätzlich auf einem Tablet:

·     

Ist das Menü problemlos zu öffnen und zu

bedienen?

·     

Sind Schriftgrößen und Kontraste gut lesbar?

·     

Werden Texte, Bilder oder Formulare

abgeschnitten?

·     

Müssen Besucher seitlich scrollen?

·     

Lassen sich Buttons und Links mit dem Finger

sicher antippen?

·     

Werden mehrspaltige Bereiche sinnvoll

untereinander angeordnet?

·     

Bleiben Telefonnummern, Preise und

Öffnungszeiten vollständig sichtbar?

·     

Ist das Kontaktformular auch mit der

Bildschirmtastatur angenehm nutzbar?


Was kann KI?

Sie kann anhand von Screenshots auffällige Umbrüche, abgeschnittene Inhalte oder zu

kleine Bedienelemente erkennen. Automatische Tests können verschiedene

Bildschirmbreiten simulieren.

Was bleibt manuell?

Das echte Bediengefühl lässt sich nur auf realen Geräten zuverlässig

beurteilen. Teste Hoch- und Querformat, öffne das Menü, scrolle durch lange

Seiten und fülle ein Formular wirklich aus.


3. Führt jeder Klick ans richtige Ziel?


Links gehören zu den häufigsten Fehlerquellen – vor allem

dann, wenn Seiten während der Erstellung umbenannt oder verschoben wurden.

Klicke deshalb die Website einmal vollständig durch.


Zum Link-Check gehören:

·     

alle Menüpunkte und Untermenüs,

·     

das Logo als Link zur Startseite,

·     

interne Links zu Leistungen, Kontakt oder

weiteren Informationen,

·     

externe Links,

·     

alle Buttons und Handlungsaufforderungen,

·     

Telefonlinks und E-Mail-Links,

·     

Links im Footer, in Bildern und in

Social-Media-Symbolen,

·     

Downloads wie Preislisten oder PDF-Dateien.


Prüfe nicht nur, ob

sich etwas öffnet, sondern auch, was

sich öffnet. Ein technisch funktionierender Link kann trotzdem auf eine alte,

falsche oder unpassende Seite führen. Für gelöschte oder umbenannte Seiten

sollten sinnvolle Weiterleitungen eingerichtet werden. Auch die Fehlerseite für

nicht gefundene Adressen sollte einen hilfreichen Weg zurück zur Website

anbieten.

Was kann KI oder ein Prüfprogramm?

Automatische Linkprüfer finden viele nicht erreichbare URLs

und typische Fehlercodes. Eine KI kann zusätzlich unklare Linktexte wie „Hier

klicken“ markieren und verständlichere Alternativen vorschlagen.

Was bleibt manuell?

Nur ein Mensch erkennt sicher, ob das Ziel inhaltlich richtig ist. Telefon-,

E-Mail-, Karten- und Buchungslinks sollten auf dem passenden Gerät praktisch

ausprobiert werden.


4. Kommt die Nachricht wirklich an?


Ein Kontaktformular ist erst dann fertig, wenn eine echte

Testnachricht angekommen ist. Die bloße Meldung „erfolgreich versendet“ beweist

das noch nicht.


Teste mindestens folgende Fälle:

·     

alle Pflichtfelder korrekt ausgefüllt,

·     

ein Pflichtfeld leer gelassen,

·     

eine ungültige E-Mail-Adresse eingegeben,

·     

Formular auf dem Smartphone ausgefüllt,

·     

Einwilligungsfeld nicht beziehungsweise bewusst aktiviert,

·     

Bestätigungsseite oder Bestätigungsmail geprüft,

·     

Eingang im richtigen Postfach und gegebenenfalls

im CRM kontrolliert,

·     

Spam-Ordner geprüft,

·     

Antwortadresse und Absenderdarstellung

kontrolliert.


Dasselbe gilt für Terminbuchungen, Newsletter-Anmeldungen,

Bestellungen und Downloads: Führe den vollständigen Ablauf so durch, wie ihn

später ein Kunde erlebt. Bei einer Terminbuchung endet der Test nicht beim

Klick auf „Buchen“. Auch Bestätigung, Erinnerung, Kalenderbezug und

gegebenenfalls Stornierung gehören dazu.

Was kann KI?

Sie kann Felder, Beschriftungen, Fehlermeldungen und den Ablauf auf

Verständlichkeit untersuchen. Mit geeigneter technischer Einbindung lassen sich

auch Testfälle automatisieren.

Was bleibt manuell?

Der Versand an das echte Ziel, die Zustellung und alle nachgelagerten Abläufe

müssen praktisch kontrolliert werden. Ohne Zugriff auf Postfach, CRM oder

Buchungssystem kann eine KI den erfolgreichen Eingang nicht bestätigen.


5. Sind die wichtigsten SEO-Grundlagen vorhanden?


Suchmaschinenoptimierung beginnt nicht erst Monate nach der

Veröffentlichung. Einige Grundlagen sollten von Anfang an stimmen:

·     

Jede wichtige Seite hat einen eigenen,

aussagekräftigen Seitentitel.

·     

Die Meta-Beschreibung fasst den konkreten

Seiteninhalt verständlich zusammen.

·     

Die Seite besitzt eine klare Hauptüberschrift

und logisch gegliederte Zwischenüberschriften.

·     

Suchbegriffe sind natürlich in hilfreiche Texte

eingebaut – nicht künstlich wiederholt.

·     

URLs sind kurz, verständlich und dauerhaft

angelegt.

·     

Wichtige Seiten sind intern sinnvoll miteinander

verlinkt.

·     

Aussagekräftige Bilder besitzen passende

Alternativtexte.

·     

Die veröffentlichte Website ist nicht

versehentlich auf „noindex“ gestellt oder für Suchmaschinen blockiert.

·     

Sitemap, bevorzugte Domain und Weiterleitungen

sind korrekt eingerichtet.

·     

Nach dem Start wird die Website in der Google

Search Console kontrolliert und gegebenenfalls zur Indexierung eingereicht.


Google empfiehlt für jede Seite einen beschreibenden,

knappen und möglichst eindeutigen Titel. Auch Meta-Beschreibungen sollten den

jeweiligen Seiteninhalt konkret zusammenfassen. Eine Garantie, dass Google

Titel und Beschreibung exakt so anzeigt, ist das allerdings nicht: Die

Suchmaschine kann sie abhängig von Seite und Suchanfrage selbst zusammensetzen.

Was kann KI?

Sie kann Titel, Meta-Beschreibungen, Überschriftenstrukturen, interne Verlinkungen

und Alternativtexte analysieren oder Entwürfe dafür erstellen. Auch doppelte

oder auffallend dünne Inhalte lassen sich gut aufspüren.

Was bleibt manuell?

Ob die Angaben sachlich stimmen, zur Suchabsicht passen und das Angebot

überzeugend darstellen, muss geprüft werden. Auch Indexierung, Weiterleitungen

und die tatsächlich veröffentlichte Einstellung sollten mit den vorgesehenen

Werkzeugen kontrolliert werden.


6. Stimmen Texte, Bilder und Unternehmensdaten?


Kleine Fehler lassen eine ansonsten gute Website schnell

unfertig wirken. Lies alle Texte deshalb noch einmal in Ruhe – am besten nicht

direkt nach dem Schreiben und möglichst auch laut.


Achte auf:

·     

Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung,

·     

eine einheitliche Ansprache mit „du“ oder „Sie“,

·     

einheitliche Schreibweisen von Firmenname,

Leistungen und Fachbegriffen,

·     

korrekte Telefonnummern, E-Mail-Adressen,

Anschriften, Preise und Öffnungszeiten,

·     

entfernte Platzhalter-, Muster- und Testtexte,

·     

aktuelle Angebote, Namen und Jahreszahlen,

·     

scharfe, richtig zugeschnittene und nicht

verzerrte Bilder,

·     

gültige Nutzungsrechte für Bilder, Schriften und

sonstige Medien.


Was kann KI?

Korrekturlesen, Stilbrüche finden, Wiederholungen markieren und

widersprüchliche Angaben innerhalb bereitgestellter Inhalte erkennen. Sie kann

auch Alternativtexte vorschlagen.

Was bleibt manuell?

Eine KI weiß nicht automatisch, ob eine Telefonnummer, ein Preis oder eine

Öffnungszeit wirklich aktuell ist. Auch Bildrechte und

Einverständniserklärungen müssen anhand der tatsächlichen Unterlagen geprüft

werden.


7. Ist die Website schnell, sicher und technisch sauber?


Technische Probleme sind nicht immer sichtbar. Trotzdem

beeinflussen sie, ob Besucher bleiben, Formulare funktionieren und

Suchmaschinen die Seite zuverlässig verarbeiten können.


Vor der Veröffentlichung solltest du prüfen:

·     

Läuft die gesamte Website über HTTPS, ohne

Browserwarnungen oder gemischte unsichere Inhalte?

·     

Sind Bilder sinnvoll komprimiert und in

passenden Abmessungen eingebunden?

·     

Werden Seiten auch über eine langsamere

Mobilverbindung akzeptabel geladen?

·     

Gibt es auffällige Layoutsprünge während des

Ladens?

·     

Funktioniert die Seite in mehreren aktuellen

Browsern?

·     

Sind System, Erweiterungen und eingebundene

Komponenten aktuell?

·     

Existiert eine Sicherung und ist klar, wie die

Seite im Notfall wiederhergestellt wird?

·     

Sind unnötige Testseiten, alte Benutzerzugänge

und nicht benötigte Dienste entfernt?


Google fasst wichtige Messwerte der Nutzererfahrung als Core

Web Vitals zusammen. Sie betreffen Ladegeschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und

visuelle Stabilität. Werkzeuge wie PageSpeed Insights liefern wertvolle

Hinweise – eine einzelne Punktzahl ist aber kein Ersatz für den Test der

tatsächlichen Seite.

Was kann KI oder ein Prüfprogramm?

Ladezeitmessungen, Code- und Konfigurationshinweise,

Bildgrößen, Zertifikatsprobleme und technische Auffälligkeiten lassen sich

weitgehend automatisch erfassen und priorisieren.

Was bleibt manuell?

Ob die Website im konkreten Nutzungskontext schnell und störungsfrei wirkt,

sollte auf echten Geräten, in verschiedenen Browsern und möglichst auch

außerhalb des eigenen WLANs geprüft werden. Sicherheitsupdates und Backups

müssen zudem tatsächlich eingerichtet sein – eine Empfehlung allein schützt

noch nichts.


8. Ist die Website gut zugänglich?


Barrierefreiheit ist nicht nur eine rechtliche Frage. Eine

gut zugängliche Website hilft beispielsweise Menschen mit Seh-, Hör- oder

motorischen Einschränkungen – und häufig allen Nutzern.


Ein sinnvoller Basis-Check umfasst:

·     

ausreichende Farbkontraste,

·     

verständliche Überschriften und Linktexte,

·     

Bedienbarkeit per Tastatur,

·     

sichtbar bleibenden Tastaturfokus,

·     

Alternativtexte für inhaltlich wichtige Bilder,

·     

Beschriftungen und verständliche Fehlermeldungen

in Formularen,

·     

sinnvolle Vergrößerung ohne Informationsverlust,

·     

Untertitel oder Textalternativen für relevante

Medien.


Automatische Tests finden nur einen Teil der möglichen

Barrieren. Auch das World Wide Web Consortium (W3C) beschreibt seine einfachen

Prüfungen ausdrücklich als erste Beurteilung und nicht als vollständige

Konformitätsprüfung.

Was kann KI oder ein Prüfprogramm?

Fehlende Alternativtexte, bestimmte Kontrastprobleme,

Überschriftenfehler und einige technische Barrieren lassen sich automatisiert

erkennen. Eine KI kann zudem einfachere Formulierungen und bessere

Beschriftungen vorschlagen.

Was bleibt manuell?

Tastaturbedienung, sinnvolle Lesereihenfolge, verständliche Alternativtexte und

die tatsächliche Nutzbarkeit müssen Menschen beurteilen. Je nach Unternehmen

und Angebot können außerdem gesetzliche Anforderungen gelten, die individuell

geklärt werden sollten.


9. Sind Impressum, Datenschutz und Einwilligungen korrekt umgesetzt?


Zum Website-Check gehören auch die rechtlich relevanten

Bereiche. Welche Pflichten im Einzelfall gelten, hängt unter anderem vom

Betreiber, dem Angebot, den eingebundenen Diensten und der Zielgruppe ab.


Prüfe insbesondere:

·     

Ist ein erforderliches Impressum vorhanden,

vollständig und leicht erreichbar?

·     

Stimmen Firmenname, Anschrift, Kontaktangaben

und gegebenenfalls Register- oder Umsatzsteuerangaben?

·     

Ist die Datenschutzerklärung aktuell und

berücksichtigt sie die tatsächlich eingesetzten Dienste?

·     

Sind Impressum und Datenschutz von jeder

Unterseite aus gut erreichbar?

·     

Werden externe Dienste, Karten, Videos, Analyse-

oder Marketingwerkzeuge korrekt berücksichtigt?

·     

Holt die Website eine erforderliche Einwilligung

ein, bevor nicht notwendige

Speicherungen oder Zugriffe stattfinden?

·     

Funktioniert die Ablehnung ebenso zuverlässig

wie die Zustimmung?

·     

Lässt sich eine Einwilligung später wieder

ändern oder widerrufen?

·     

Sind bei Shops, Buchungen oder kostenpflichtigen

Angeboten zusätzliche Pflichten berücksichtigt?


§ 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes nennt allgemeine

Informationspflichten für geschäftsmäßige digitale Dienste. § 25 TDDDG regelt

grundsätzlich die Einwilligung beim Speichern von Informationen auf Endgeräten

oder beim Zugriff darauf und enthält Ausnahmen. Eine pauschale Aussage wie

„Jede Website braucht einen Cookie-Banner“ wäre deshalb zu grob; entscheidend

sind die tatsächlich eingesetzten Technologien.

Was kann KI?

Sie kann auf fehlende Bereiche, Widersprüche oder möglicherweise nicht

dokumentierte Dienste aufmerksam machen und eine Prüfliste vorbereiten.


Was bleibt manuell beziehungsweise fachlich?

KI ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

Rechtstexte dürfen nicht blind übernommen werden. Entscheidend ist außerdem ein

technischer Test: Welche Verbindungen und Dienste werden vor einer Auswahl

tatsächlich geladen? Bei Unsicherheit sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.


10. Der letzte Rundgang: einmal wie ein echter Besucher


Zum Abschluss gehst du die wichtigsten Wege komplett durch:

1.   

Startseite öffnen und Angebot aus Sicht eines

neuen Besuchers erfassen.

2.   

Navigation und Logo testen.

3.   

Wichtige Leistungs- und Kontaktseiten öffnen.

4.   

Zentrale Buttons anklicken.

5.   

Formular, Buchung oder Bestellung vollständig

durchführen.

6.   

Bestätigung und tatsächlichen Eingang

kontrollieren.

7.   

Footer, Impressum, Datenschutz und

Einwilligungseinstellungen prüfen.

8.   

Den gesamten Ablauf auf einem Smartphone

wiederholen.


Hilfreich ist ein Vier-Augen-Prinzip: Eine zweite Person

findet häufig Dinge, die der Ersteller nicht mehr sieht. Nach der

Veröffentlichung folgt außerdem ein kurzer Nachtest auf der endgültigen Domain.

Erst dort lassen sich beispielsweise Weiterleitungen, HTTPS,

Formularzustellung, Tracking und Indexierung unter realen Bedingungen

zuverlässig prüfen.


Was KI prüfen kann – und was du selbst kontrollieren solltest



Texte

KI und automatische Werkzeuge können Rechtschreibung, Stil, Einheitlichkeit und vergessene Platzhalter prüfen. Fakten, Preise, Namen und die passende Tonalität solltest du selbst bestätigen.


Design

KI kann auffällige Unstimmigkeiten und Probleme mit der visuellen Hierarchie erkennen. Ob die Gesamtwirkung stimmt und zur Zielgruppe passt, solltest du persönlich beurteilen.


Mobilansicht

Automatische Werkzeuge können verschiedene Bildschirmgrößen simulieren und offensichtliche Darstellungsfehler markieren. Teste die Website trotzdem auf echten Smartphones und Tablets und prüfe dabei auch die Bedienbarkeit.


Links

Tools finden defekte Internetadressen und technische Fehlercodes. Ob ein Link zum richtigen Ziel führt und im jeweiligen Zusammenhang sinnvoll ist, muss manuell geprüft werden.


Formulare

Automatische Prüfungen können Felder, Pflichtangaben und Fehlermeldungen untersuchen. Sende jedes wichtige Formular zusätzlich selbst ab und kontrolliere, ob die Nachricht tatsächlich ankommt.


Suchmaschinenoptimierung

KI kann Vorschläge für Seitentitel, Beschreibungen, Überschriften und Alternativtexte liefern. Suchabsicht, sachliche Richtigkeit und die tatsächlich veröffentlichten Einstellungen benötigen eine abschließende Prüfung.


Leistung und Technik

Messwerkzeuge liefern Ladezeiten und weisen auf technische Auffälligkeiten hin. Entscheidend ist außerdem das reale Nutzungserlebnis – möglichst mit unterschiedlichen Browsern, Geräten und einer mobilen Internetverbindung.


Barrierefreiheit

Automatische Werkzeuge erkennen einige technische Barrieren. Tastaturbedienung, Lesereihenfolge und Verständlichkeit sollten zusätzlich manuell getestet werden.


Rechtliches

KI kann auf möglicherweise fehlende Angaben und Risiken aufmerksam machen. Die Aktualität, die tatsächlich eingesetzten Dienste und die konkrete Rechtslage sollten fachkundig geklärt werden.


Kompakte Checkliste vor der Veröffentlichung


Inhalt und Gestaltung


·     

☐ Angebot, Zielgruppe und nächster Schritt sind

sofort verständlich.

·     

☐ Farben, Schriften, Buttons und Abstände sind

einheitlich.

·     

☐ Texte sind korrekt, aktuell und frei von

Platzhaltern.

·     

☐ Kontaktdaten, Preise und Öffnungszeiten

stimmen.

·     

☐ Bilder sind scharf, nicht verzerrt und dürfen

verwendet werden.


Mobil und Bedienung


·     

☐ Website wurde auf Smartphone, Tablet und

Desktop geprüft.

·     

☐ Kein Inhalt wird abgeschnitten; kein

horizontales Scrollen ist nötig.

·     

☐ Menü, Buttons und Formulare lassen sich gut

bedienen.

·     

☐ Tastaturbedienung, Fokus, Kontraste und

Alternativtexte wurden geprüft.


Links und Funktionen


·     

☐ Menü, Logo, Buttons sowie interne und externe

Links funktionieren.

·     

☐ Telefon-, E-Mail-, Karten-, Social-Media- und

Downloadlinks wurden getestet.

·     

☐ Formulare oder Buchungen wurden vollständig

abgesendet.

·     

☐ Nachricht, Bestätigung und Folgeschritte

kommen tatsächlich an.

·     

☐ Fehlerseite und wichtige Weiterleitungen

funktionieren.


SEO und Technik


·     

☐ Jede wichtige Seite hat einen eigenen Titel

und eine Meta-Beschreibung.

·     

☐ Haupt- und Zwischenüberschriften sind logisch

aufgebaut.

·     

☐ Verständliche URLs, interne Links und passende

Alt-Texte sind vorhanden.

·     

☐ Die Website ist indexierbar; Sitemap und

Search Console sind vorbereitet.

·     

☐ HTTPS, Ladezeit, Browserdarstellung, Updates

und Backup wurden geprüft.


Rechtliches


·     

☐ Impressum und Datenschutzerklärung sind

aktuell und gut erreichbar.


·     

☐ Tatsächlich eingesetzte externe Dienste sind

berücksichtigt.


·     

☐ Erforderliche Einwilligungen funktionieren

technisch korrekt.


·     

☐ Zusätzliche Pflichten für Shop, Buchung oder

Angebot wurden geklärt.


Fazit


Ein guter Website-Check besteht nicht aus einem einzigen

Prüfprogramm. KI kann Texte analysieren, Auffälligkeiten finden und eine

Kontrolle deutlich beschleunigen. Automatische Werkzeuge messen Ladezeiten,

suchen defekte Links und entdecken einen Teil technischer oder

barrierebezogener Probleme. Der entscheidende letzte Schritt bleibt jedoch

menschlich: klicken, lesen, absenden und die Website auf echten Geräten so

erleben, wie es später die Besucher tun.

Wer dafür eine feste Checkliste verwendet, senkt das

Fehlerrisiko erheblich – nicht nur beim ersten Start, sondern bei jeder

wichtigen Änderung.


Quellen und weiterführende Informationen


·     

Google Search Central: Best Practices für Titel

in Suchergebnissen

(https://developers.google.com/search/docs/appearance/title-link)

·     

Google Search Central: Meta-Beschreibungen und

Snippets (https://developers.google.com/search/docs/appearance/snippet)


·     

Google Search Central: Mobile-first Indexing

(https://developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/mobile/mobile-sites-mobile-first-indexing)


·     

web.dev: Core Web Vitals

(https://web.dev/articles/vitals)


·     

W3C Web Accessibility Initiative: Easy Checks –

erste Prüfung der Barrierefreiheit

(https://www.w3.org/WAI/test-evaluate/preliminary/)

·     

Bundesministerium der Justiz: § 5

Digitale-Dienste-Gesetz (https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html)


·     

Bundesministerium der Justiz: § 25 TDDDG

(https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html)


·     

Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

(https://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben/barrierefreiheitsstaerkungsgesetz.html)

Hinweis: Die

rechtlichen Ausführungen geben einen allgemeinen Überblick und ersetzen keine

Rechtsberatung.